Moderationsleitfaden
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Ein Programm der Charité – Universitätsmedizin Berlin, gefördert durch die
Der Kurs „Diversitätssensible interprofessionelle Kommunikation im Kreißsaal“ (zwei Module à 3,25 h) vermittelt zentrale Kompetenzen für eine respektvolle, diskriminierungssensible und professionell abgestimmte Zusammenarbeit in der geburtshilflichen Versorgung. Er richtet sich an Studierende der Angewandten Hebammenwissenschaft, der Medizin mit Schwerpunkt Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Pflegewissenschaft. Ebenso angesprochen sind ausgebildete Hebammen, Gynäkologinnen und Geburtshelferinnen sowie Pflegefachpersonen. Der Kurs findet an zwei Tagen mit einer jeweiligen Dauer von 3,25 Stunden statt.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit diversitätssensibler interprofessioneller Kommunikation in der geburtshilflichen Versorgung. Die Teilnehmenden benennen relevante Faktoren für das Gelingen von interprofessioneller Zusammenarbeit und erkennen diversitätssensible Kommunikation als Erfordernis zum professionellen Umgang mit Diskriminierung. Sie sehen Vorurteile als eine Ursache für das Auftreten von Diskriminierung und definieren diese als affektive, kognitive und behaviorale Einstellungen, die expliziter, aber auch impliziter Art sein können. Sie setzen sich – als eine Grundlage für diversitätssensible Kommunikation – mit impliziten Vorurteilen auseinander. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit der Rolle der Amygdala bei der emotionalen Bewertung von Situationen, insbesondere in Krisen- und Konfliktsituationen. Die Teilnehmenden lernen Methoden kennen, um in herausfordernden Momenten selbst wieder in Balance zu kommen und setzen sich mit Möglichkeiten auseinander, sich in verschiedenen Situationen lösungsorientiert kommunikativ gegen Diskriminierung in der geburtshilflichen Versorgung einzusetzen.
Zum Kurs gehören neben dem Moderationsleitfaden eine Präsentation mit PPT-Folien und drei Lehrfilme (jeweils bestehend aus zwei Teilen).
Wichtiger Hinweis: Die zugehörigen Lehrfilme sollten ausschließlich im Rahmen des Kurses genutzt und – wie im Moderationsleitfaden beschrieben – didaktisch begleitet werden. Sie zeigen diskriminierende Szenen und überwiegend Geburtssituationen und können belastend sein. Sie sollten daher sensibel angekündigt werden, bevor sie im Lehrkontext gezeigt werden. Die Filme dienen als Anlass, den Umgang mit Diskriminierung zu diskutieren. Die szenische Auflösung der Situation ist eine Möglichkeit unter mehreren und darf bzw. soll im Seminar auch in Hinblick auf mögliche Varianten diskutiert werden.
Uniklinik Köln
Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Weyertal 76
50931 Köln
und
Universität zu Köln
Medizinische Fakultät
Institut für Hebammenwissenschaft
Kerpener Str. 34
50931 Köln
Dr.in phil. Claudia Scharf
claudia.scharf@uk-koeln.de
Dorothea Obst, M.A.
dorothea.obst@uk-koeln.de
Prof. Dr. med. Christian Albus
christian.albus@uk-koeln.de
Prof.in Dr. Nicola H. Bauer
nicola.bauer1@uk-koeln.de